Anatevka in München, Januar 2012
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Anatevka in München, Januar 2012
Im Januar finden im Kesselhaus in München vier Aufführungen von "Anatevka" statt. Dabei handelt es sich um eine semiprofessionelle Produktion mit Berufs- und Laiendarstellern. Da die Produktion von der israelitischen Kultusgemeinde durchgeführt wird, sieht das Konzept vor, dass sämtliche Rollen von Juden gespielt werden. Weil sich dieses Vorhaben als etwas problematisch erwiesen hat, habe ich (als Nicht-Jude) auch eine Rolle ergattern können.
Falls also irgendjemand Lust hat, mich als Perchik auf der Bühne zu sehen: Die Aufführungen finden am 19., 21. und 22. Januar statt.
Ich glaube, das könnte eine sehr schöne Sache werden. Es sind ein paar echt gute Leute dabei. Vor allem mit dem Regisseur, Celino Bleiweiss, zusammen zu arbeiten, macht großen Spaß.
http://www.anatevka-fuer-alle.de
Für diejenigen, die das Stück nicht kennen, hier kurz die Zusammenfassung von Wikipedia:
Musikalisch ist das Ganze natürlich auch jüdisch geprägt, es gibt also zum Beispiel viele Klezmer-Einflüsse. Dabei sind gesanglich weniger klassische Musical-Stimmen gefragt. Die Bewohner von Anatevka sind einfache Leute, was sich (natürlich je nach Produktion) auch in der Art und Weise des Gesangs niederschlägt. Was natürlich nicht heißt, dass bei unserer Produktion nicht trotzdem einige tollen Stimmen dabei sind.
Das bekannteste Lied dürfte wahrscheinlich "Wenn ich einmal reich wär" sein, dessen Melodie auch schon in diversen Popsongs übernommen wurde. (Habt ihr sicher schonmal irgendwo gehört.)
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Sache noch entwickelt. Falls Interesse besteht, kann ich hier ja ab und zu Neuigkeiten posten, wie es mit der Produktion voran geht ...
Falls also irgendjemand Lust hat, mich als Perchik auf der Bühne zu sehen: Die Aufführungen finden am 19., 21. und 22. Januar statt.
Ich glaube, das könnte eine sehr schöne Sache werden. Es sind ein paar echt gute Leute dabei. Vor allem mit dem Regisseur, Celino Bleiweiss, zusammen zu arbeiten, macht großen Spaß.
http://www.anatevka-fuer-alle.de
Für diejenigen, die das Stück nicht kennen, hier kurz die Zusammenfassung von Wikipedia:
Die Geschichte spielt im Russischen Reich, im ukrainischen Dörfchen Anatevka, in der vorrevolutionären Zeit um 1905.
Im Dorf lebt eine jüdische Gemeinschaft, die großen Wert auf die Tradition legt. Der Milchmann Tevje (jiddische Koseform des hebräischen Namens Tuvija) lebt mit seiner Frau Golde und seinen Töchtern in Armut. Trotz drohender Pogrome im zaristischen Russland bewahrt Tevje seinen Lebensmut und seinen Humor.
Tevjes traditionsbewusste Lebensweise wird in Frage gestellt, als die drei ältesten seiner Töchter ins heiratsfähige Alter kommen. Eigentlich sollte Jente, die Heiratsvermittlerin, ihnen einen passenden Ehemann vermitteln. Tevje verspricht seine älteste Tochter Zeitel sogar schon dem wohlhabenden Fleischer Lazar Wolf, als diese ihm eröffnet, dass sie sich mit ihrem Jugendfreund, dem armen Schneider Mottel, verlobt hat. Hodel, die zweitälteste Tochter, verliebt sich in den Studenten Perchik aus Kiew, den Tevje als Hauslehrer für seine Töchter aufnimmt. Perchik hat revolutionäre Ideen und wird deswegen verhaftet. Die drittälteste Tochter Chava schließlich möchte einen nicht-jüdischen jungen Russen heiraten.
Tevje hadert mit den Heiratswünschen seiner Töchter, wägt in hintergründigen Monologen das Für und Wider ab. Er erlebt das Infragestellen seiner Tradition, willigt aber in die Heirat Zeitels mit Mottel ein und lässt, obwohl es ihm schwerfällt, Hodel ziehen. Chava hingegen verstößt er und verzeiht ihr erst ganz am Schluss.
Wurde schon die Hochzeit von Zeitel und Mottel durch eine Machtdemonstration der russischen Soldaten gestört, so verstärkt sich der politische Druck des Zaren, und die Juden müssen am Schluss das Schtetl Anatevka verlassen.
Musikalisch ist das Ganze natürlich auch jüdisch geprägt, es gibt also zum Beispiel viele Klezmer-Einflüsse. Dabei sind gesanglich weniger klassische Musical-Stimmen gefragt. Die Bewohner von Anatevka sind einfache Leute, was sich (natürlich je nach Produktion) auch in der Art und Weise des Gesangs niederschlägt. Was natürlich nicht heißt, dass bei unserer Produktion nicht trotzdem einige tollen Stimmen dabei sind.
Das bekannteste Lied dürfte wahrscheinlich "Wenn ich einmal reich wär" sein, dessen Melodie auch schon in diversen Popsongs übernommen wurde. (Habt ihr sicher schonmal irgendwo gehört.)
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Sache noch entwickelt. Falls Interesse besteht, kann ich hier ja ab und zu Neuigkeiten posten, wie es mit der Produktion voran geht ...

pounzer- Rock'n'Roll Überkater
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
Glückwunsch zur Rolle
Hört sich ja interessant an, aber München ist einfach zu weit weg.
Zum Beispiel bei 'Rich Girl' von Gwen Stefani, stimmts?
Hört sich ja interessant an, aber München ist einfach zu weit weg.pounzer schrieb:Das bekannteste Lied dürfte wahrscheinlich "Wenn ich einmal reich wär" sein, dessen Melodie auch schon in diversen Popsongs übernommen wurde
Zum Beispiel bei 'Rich Girl' von Gwen Stefani, stimmts?

BlackWhiteCat- Silver Tabby addicted
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
Anatevka gibt es im Mai auch in Osna

Cassandra- Anzahl der Beiträge: 747
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
BlackWhiteCat schrieb:pounzer schrieb:Das bekannteste Lied dürfte wahrscheinlich "Wenn ich einmal reich wär" sein, dessen Melodie auch schon in diversen Popsongs übernommen wurde
Zum Beispiel bei 'Rich Girl' von Gwen Stefani, stimmts?![]()
Stimmt. *schauder*
Ja, Anatevka braucht eben, wie gesagt, nicht zwingend ausschließlich perfekte Sänger. Deswegen bietet sich das Stück auch sehr für Stadttheater an, wo eben nicht alle eine Gesangsausbildung vorweisen können.

pounzer- Rock'n'Roll Überkater
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
Gibt es eigentlich irgendeinen besonderen Grund, warum das Musical nur von Angehörigen einer bestimmten Religionsgruppe gespielt werden sollte? Wenn ich es richtig sehe, gibt es dort ja Rollen, die explizit keine Juden darstellen sollen.
Ich würde ich gerne was lesen, wenn's dort weitergeht
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mungo24601- Anzahl der Beiträge: 291
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
Nunja, in dem Stück geht es ja auch um die Vertreibung der Juden, die ja leider auch eine gewisse Tradition hat. Mit der Produktion sollte quasi demonstriert werden, dass die ewige Wanderschaft der jüdischen Bevölkerung ein Ende gefunden hat und die Menschen hier angekommen sind und ein Zuhause gefunden haben.
Ich hätte allerdings eine von vornherein gemischt-gläubige Besetzung auch sinnvoller gefunden. Mir wird die ganze Zeit bewusst, wie wenig ich eigentlich über jüdische Kultur und Bräuche weiß. Ich meine, ich bin selbst zwar nicht wirklich gläubig ... und auch nicht alle, die da jetzt mitspielen sind gläubige Juden. Aber gerade wie diejenigen mit gläubigen oder sogar orthodoxen Juden umgehen, bzw. darüber reden, ist schon spannend. Ein Projekt, das bewusst den Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen gefördert hätte, wäre sicher (vor allem im theaterpädagogischen Sinne) sinnvoller gewesen. Aber das ist nur meine Meinung. Im Endeffekt müssen das die Organisatoren selber wissen.
Ich hätte allerdings eine von vornherein gemischt-gläubige Besetzung auch sinnvoller gefunden. Mir wird die ganze Zeit bewusst, wie wenig ich eigentlich über jüdische Kultur und Bräuche weiß. Ich meine, ich bin selbst zwar nicht wirklich gläubig ... und auch nicht alle, die da jetzt mitspielen sind gläubige Juden. Aber gerade wie diejenigen mit gläubigen oder sogar orthodoxen Juden umgehen, bzw. darüber reden, ist schon spannend. Ein Projekt, das bewusst den Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen gefördert hätte, wäre sicher (vor allem im theaterpädagogischen Sinne) sinnvoller gewesen. Aber das ist nur meine Meinung. Im Endeffekt müssen das die Organisatoren selber wissen.

pounzer- Rock'n'Roll Überkater
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
So langsam geht es dem Ende zu. In nicht mal mehr einer Woche ist Premiere. Waaaaaah!!
Leider bin ich gerade krankheitsbedingt 3 Tage ausgefallen. Aber am Wochenende steig ich dann wieder voll mit ein. Ich glaube, das könnte alles in allem eine schöne Sache werden!
Karten gibts immer noch unter www.anatevka-fuer-alle.de ...
Leider bin ich gerade krankheitsbedingt 3 Tage ausgefallen. Aber am Wochenende steig ich dann wieder voll mit ein. Ich glaube, das könnte alles in allem eine schöne Sache werden!
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pounzer- Rock'n'Roll Überkater
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Re: Anatevka in München, Januar 2012
Ist ja cool, dass du da mitmachst!
München ist sogar richtig schön nahe. Ich wüsste noch einige, die das interessiert, muss ich mal nachfragen, ob die Lust haben!
München ist sogar richtig schön nahe. Ich wüsste noch einige, die das interessiert, muss ich mal nachfragen, ob die Lust haben!

Purrilina- cheeky kitten
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